Den Stromverbrauch eines Wärmepumpentrockners liest du direkt vom EU-Energielabel ab: Seit dem 1. Juli 2025 steht dort der Verbrauch in kWh pro 100 Trockengänge im Eco-Programm, eingeordnet auf einer Skala von A bis G. Teilst du den Wert durch 100, erhältst du den Verbrauch pro Durchgang. Den multiplizierst du mit deinem Strompreis – fertig ist die Kostenschätzung.
Ein Rechenbeispiel mit angenommenen Werten: Nennt das Label 80 kWh pro 100 Zyklen und zahlst du 35 Cent pro kWh, kostet ein durchschnittlicher Trockengang rund 28 Cent. Bei 150 Durchgängen im Jahr sind das etwa 120 kWh oder rund 42 Euro. Dein Ergebnis hängt von deinem Tarif, deiner Beladung und dem gewählten Programm ab.
Wo der Wärmepumpentrockner-Stromverbrauch auf dem Label steht
Grundlage des aktuellen Etiketts ist die Delegierte Verordnung (EU) 2023/2534. Sie ersetzt die alte Kennzeichnung nach Verordnung 392/2012 und gilt für Haushaltswäschetrockner seit dem 1. Juli 2025. Waschtrockner fallen nicht darunter, für sie gibt es ein eigenes Label. Auf dem neuen Trockner-Label findest du diese Angaben:
- Effizienzklasse A bis G: A steht für die höchste Effizienz, G für die niedrigste. Die Plusklassen sind weggefallen.
- Energieverbrauch in kWh je 100 Zyklen: ein gewichteter Mittelwert aus voller und halber Beladung im Eco-Programm.
- Nennkapazität in kg: die maximale Beladung im Eco-Programm, bei den meisten Samsung-Modellen in unserem Katalog 9 kg.
- Programmdauer: die Laufzeit des Eco-Programms.
- Geräuschemission: in dB(A) und als Geräuschklasse von A bis D.
- Kondensationseffizienz: eine Klasse, die angibt, wie viel der Feuchtigkeit als Wasser aufgefangen wird und wie viel als Dampf in den Raum geht.
- QR-Code: führt zur EU-Produktdatenbank EPREL mit dem Datenblatt des Modells.
Wichtig ist der Bezug auf das Eco-Programm. Es ist so ausgelegt, dass es baumwollene Wäsche schranktrocken bekommt und dabei wenig Energie braucht. Andere Programme, etwa Schnellprogramme oder eine stärkere Trocknungsstufe, verbrauchen in der Regel mehr.
Alt gegen neu: A+++ ist nicht gleich A
Auf dem alten Label stand der Verbrauch in kWh pro Jahr, berechnet auf 160 Trockengänge. Die Skala reichte von A+++ bis D. Weil die Messmethode und die Bezugsgröße sich geändert haben, kannst du einen alten Jahreswert nicht direkt mit einem neuen Wert pro 100 Zyklen vergleichen. Auch die Buchstaben lassen sich nicht eins zu eins übertragen: Ein Gerät, das früher A+++ trug, landet auf der neuen Skala nicht automatisch in Klasse A.
In unserem Katalog siehst du beide Generationen. Die Samsung-Reihen DV6400D, DV8400D und DV90F sind laut Produktangaben in der neuen Klasse A eingestuft, die Reihe DV5000D in Klasse C. Ältere Modelle wie der DV80T6220LX stammen aus der Zeit vor dem neuen Label. Für einen fairen Vergleich legst du nur Werte nach derselben Label-Version nebeneinander, am besten über den QR-Code und EPREL.
Wärmepumpentrockner-Kosten: so rechnest du richtig
Die Formel ist einfach: Label-Wert in kWh je 100 Zyklen geteilt durch 100, mal Anzahl der Trockengänge pro Jahr, mal Strompreis. Für die folgenden Beispiele nehmen wir 35 Cent pro kWh und 150 Trockengänge im Jahr an. Beides sind Annahmen, keine Messwerte.
- Gerät mit 80 kWh je 100 Zyklen: 0,8 kWh pro Gang, 120 kWh im Jahr, rund 42 Euro. Für Varianten der Samsung-Reihe DV8400D (Klasse A, 9 kg) werden im Handel Werte um 79 kWh je 100 Zyklen genannt.
- Gerät mit 120 kWh je 100 Zyklen: 1,2 kWh pro Gang, 180 kWh im Jahr, rund 63 Euro. Dieser Wert ist ein frei gewähltes Vergleichsbeispiel.
Mit deinem eigenen Tarif und deiner Nutzung kannst du das im Stromkosten-Rechner durchspielen. Trag dort den Label-Wert und deine Trockengänge ein, dann siehst du sofort, was ein Unterschied von einer Effizienzklasse im Jahr ausmacht.
Wichtig für die Einordnung: Der Label-Wert gilt für die Nennkapazität des jeweiligen Geräts. Vergleichst du einen 8-kg- mit einem 9-kg-Trockner, steckt hinter dem kWh-Wert eine unterschiedliche Wäschemenge. Bei gleich großen Geräten ist der Vergleich direkt möglich. Nutzt du den Trockner nur für kleine Ladungen, liegt dein Verbrauch pro Durchgang meist unter dem Mittelwert, die Kosten pro Kilo Wäsche steigen aber.
Lohnt sich ein sparsameres Modell?
Wärmepumpentrockner-Kosten bestehen aus Anschaffung und Betrieb. Das sparsamere Gerät ist oft teurer. Um abzuschätzen, ob sich der Aufpreis rechnet, teilst du die Preisdifferenz durch die jährliche Stromersparnis. Das Ergebnis ist die Zahl der Jahre, bis sich der Mehrpreis ausgeglichen hat. Je öfter du trocknest und je höher dein Strompreis ist, desto schneller geht das. Wer nur gelegentlich trocknet, spart mit einer besseren Klasse weniger Euro im Jahr.
Grob lassen sich die Samsung-Modelle in Preisklassen einordnen: Die DV5000D-Reihe liegt im Einstieg, DV6400D und DV8400D in der Mittelklasse, der DV90F mit großem Touch-Display in der Oberklasse. Die aktuellen Preise siehst du auf den Produktkarten weiter unten.
Warum ein Wärmepumpentrockner weniger Strom braucht
Ein klassischer Kondenstrockner erhitzt die Luft mit einem Heizstab, leitet sie durch die Wäsche und kühlt sie danach ab, damit die Feuchtigkeit kondensiert. Die Wärme geht dabei größtenteils verloren. Ein Wärmepumpentrockner arbeitet dagegen in einem geschlossenen Kreislauf: Die Wärmepumpe entzieht der feuchten Luft Wärme und führt sie der Trockenluft wieder zu. Statt eines Heizstabs läuft vor allem ein Kompressor.
Die Kehrseite: Wärmepumpentrockner trocknen bei niedrigeren Temperaturen und brauchen deshalb meist länger. Außerdem hängt die Effizienz von der Raumtemperatur ab. In sehr kalten Räumen arbeitet die Wärmepumpe weniger effektiv. Den zulässigen Temperaturbereich für den Aufstellort nennt die Bedienungsanleitung.
Warum dein Verbrauch vom Label abweichen kann
Der Label-Wert ist ein Normwert unter festgelegten Bedingungen. Er eignet sich sehr gut, um Geräte miteinander zu vergleichen, sagt aber nicht exakt voraus, was dein Stromzähler am Jahresende zeigt. Im Alltag verschieben vor allem diese Punkte den Verbrauch:
- Restfeuchte: Wäsche, die nur mit niedriger Drehzahl geschleudert wurde, enthält mehr Wasser und braucht länger im Trockner.
- Textilart: Frottee und Jeans halten mehr Feuchtigkeit als Hemden oder Sportkleidung aus Kunstfasern.
- Programm und Trocknungsstufe: Schnellprogramme und die Stufe extra trocken liegen in der Regel über dem Eco-Wert.
- Aufstellort: Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflussen, wie effizient die Wärmepumpe arbeitet.
- Pflegezustand: Ein zugesetztes Flusensieb oder ein verschmutzter Wärmetauscher verlängert jede Laufzeit.
Für die Kaufentscheidung ist das kein Nachteil: Weil alle Geräte nach derselben Methode eingestuft werden, bleibt der Abstand zwischen zwei Modellen auch im Alltag ungefähr erhalten.
Tipps: so senkst du den Stromverbrauch im Alltag
Viele Faktoren hast du selbst in der Hand. Diese Punkte bringen am meisten:
- Schleuderdrehzahl der Waschmaschine: Je trockener die Wäsche aus der Waschmaschine kommt, desto weniger Wasser muss der Trockner entfernen. Wenn die Textilien es vertragen, schleudere mit hoher Drehzahl, etwa 1.400 U/min.
- Flusensieb reinigen: Ein verstopftes Sieb behindert den Luftstrom und verlängert die Laufzeit. Am besten leerst du es nach jedem Durchgang.
- Wärmetauscher und Zusatzfilter pflegen: Je nach Modell gibt es einen weiteren Filter oder einen Wärmetauscher, der regelmäßig gereinigt werden sollte. Wie oft, steht in der Anleitung.
- Beladung: Nutze die Kapazität, aber stopf die Trommel nicht voll. Eine überladene Trommel lässt die Luft schlecht zirkulieren, eine halb leere verschenkt Energie pro Kilo.
- Wäsche sortieren: Dicke Handtücher und dünne Shirts trocknen unterschiedlich schnell. Getrennt getrocknet, stoppt der Feuchtesensor passender.
- Programm wählen: Das Eco-Programm ist am sparsamsten. Bügeltrocken braucht weniger Energie als extra trocken.
- Kondenswasser: Wenn möglich, leite das Kondenswasser direkt in den Abfluss. Das spart nicht unbedingt Strom, verhindert aber, dass ein voller Behälter das Programm unterbricht.
Einige Samsung-Trockner lassen sich in die SmartThings-App einbinden, in der je nach Modell auch der Energieverbrauch angezeigt wird. Wie die Einrichtung funktioniert, erklärt der Ratgeber SmartThings einrichten.
Samsung Wärmepumpentrockner im Katalog
Alle Samsung-Wärmepumpentrockner in unserem Katalog fassen 8 oder 9 kg. Sie unterscheiden sich vor allem in Effizienzklasse, Display und Zusatzfunktionen wie AI Dry oder Air Refresh. Achte beim Vergleich zuerst auf den kWh-Wert je 100 Zyklen und die Programmdauer, dann auf die Ausstattung.
Samsung DV90DG52A0TEEG Wärmepumpentrockner DV5000D · 9 kg
Wäschetrockner mit WiFi-SmartThings-App¹: Intuitive Bedienung des Trockners von fast überall über ein kompatibles Smartphone oder Tablet, auch per Sprachsteuerung, Hilfreiche Ti…
509,00 € Stand 13.10.2026, 00:04
Samsung Wärmepumpentrockner, DV5000D, 9 kg
9 kg Fassungsvermögen – optimal für große Wäscheladungen in Familienhaushalten.
549,00 € Stand 13.10.2026, 00:04
Samsung DV90DG52A0ABEG Wärmepumpentrockner · 9 kg
Leistungsstarker, intuitiv zu bedienender Wäschetrockner mit wechselbarem Türanschlag, Knitterschutz und Komfort 2-in-1-Filter
599,00 € Stand 13.10.2026, 00:04
Samsung DV91DG52A0AEEG Wärmepumpentrockner · 9 kg
Leistungsstarker, intuitiv zu bedienender Wäschetrockner mit wechselbarem Türanschlag, Knitterschutz und Komfort 2-in-1-Filter
649,99 € Stand 13.10.2026, 00:04
Die vollständige Liste mit allen Klassen und Farben findest du bei den Samsung-Wärmepumpentrocknern. Einen Überblick über alle Trockner inklusive Waschtrockner gibt es in der Kategorie Trockner.