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Geschirrspüler vollintegriert oder teilintegriert? Die Bauarten

Geschirrspüler vollintegriert, teilintegriert, Unterbau oder freistehend: Blende, Möbelfront, Nischenmaß 60/45 cm, Festtür und was beim Austausch zählt.

1.269 Wörter · ca. 7 Min. Lesezeit

Ein vollintegrierter Geschirrspüler verschwindet komplett hinter einer Möbelfront, die Bedienung sitzt oben an der Türkante. Ein teilintegrierter Geschirrspüler trägt ebenfalls eine Möbelfront, lässt aber die Bedienblende sichtbar. Ein Unterbau-Geschirrspüler hat eine eigene Gerätefront und steht unter der Arbeitsplatte, ein freistehender Geschirrspüler hat zusätzlich einen eigenen Deckel und kann überall stehen.

Die meisten Geräte sind 60 cm breit, für kleine Küchen gibt es schmale 45-cm-Modelle. Welche Bauart du brauchst, hängt von deiner Küche ab: Gibt es eine Nische mit Möbelfront, kommt ein Einbaugerät infrage. Willst du keine Front anbringen oder stehst ohne Einbauküche da, passt ein Unterbau- oder freistehendes Gerät.

Die vier Bauarten im direkten Vergleich

  • Vollintegriert: Möbelfront über die ganze Tür, Bedienung oben an der Türkante, kein eigener Deckel. Für Einbauküchen mit einheitlichem Frontbild.
  • Teilintegriert: Möbelfront unterhalb der sichtbaren Bedienblende, kein eigener Deckel. Für Einbauküchen, wenn du Display und Tasten von außen sehen willst.
  • Unterbau: eigene Gerätefront mit Blende, kein fester Deckel, steht unter der Arbeitsplatte. Für Küchenzeilen ohne passende Möbelfront.
  • Freistehend: eigene Front, Blende und Deckel, braucht keine Nische. Für Küchen ohne Einbauzeile oder als Zweitgerät.

Technisch unterscheiden sich die Bauarten innen kaum: Körbe, Sprüharme und Programme können bei Geräten derselben Baureihe sehr ähnlich sein. Der Unterschied liegt vor allem in Tür, Blende und Montage. Deshalb tauchen manche Samsung-Modelle wie der DW6500AM in mehreren Bauarten auf.

Geschirrspüler vollintegriert: unsichtbar in der Küchenzeile

Beim vollintegrierten Geschirrspüler deckt die Möbelfront die gesamte Tür ab. Von außen sieht die Küche durchgehend gleich aus, nur ein Griff verrät das Gerät. Die Bedienelemente liegen oben auf der Türkante und sind nur bei geöffneter Tür erreichbar. Viele Modelle zeigen den Programmstatus über einen Lichtpunkt auf dem Boden oder über ein akustisches Signal an, weil ein Display von außen nicht sichtbar ist.

Vorteile: ruhiges Küchenbild, die Front passt zu allen anderen Schränken. Nachteile: Du siehst die Restlaufzeit nicht ohne Weiteres, und beim Gerätewechsel muss die vorhandene Front an das neue Gerät passen. In unserem Katalog gehören zum Beispiel der Samsung DW60BG750B00, der DW6500AM in der vollintegrierbaren Ausführung und der DW90H79NAB0U1 zu dieser Bauart.

Geschirrspüler teilintegriert: Front mit sichtbarer Blende

Beim teilintegrierten Geschirrspüler bleibt oben ein Streifen der Gerätetür sichtbar: die Bedienblende mit Tasten und Display. Darunter wird eine Möbelfront montiert, die etwas niedriger ist als beim vollintegrierten Gerät. So siehst du jederzeit, welches Programm läuft und wie lange es noch dauert.

Die Blende ist meist in Edelstahl, Weiß oder Schwarz gehalten und hebt sich von der Küchenfront ab. Wer das mag oder ein Display von außen bevorzugt, ist hier richtig. Beispiele im Katalog sind der Samsung DW60CG880SS, der DW6500AM in teilintegrierbarer Ausführung und der DW80H77S3SFU1.

Vollintegriert oder teilintegriert: die Entscheidung

Wenn deine Küche schon eine Nische mit Möbelfront hat, gibt meist die vorhandene Front den Ausschlag: Reicht sie über die ganze Höhe, ist ein vollintegriertes Gerät die passende Wahl. Gibt es oben eine Lücke für eine Blende, passt teilintegriert. Planst du eine neue Küche, ist es eher eine Frage des Geschmacks. Wer die Restlaufzeit gern auf einen Blick sieht, greift zu teilintegriert. Wer ein ruhiges Frontbild ohne Bedienelemente möchte, nimmt ein vollintegriertes Gerät.

Unterbau-Geschirrspüler: eigene Front, unter der Arbeitsplatte

Ein Unterbau-Geschirrspüler sieht aus wie ein freistehendes Gerät, hat aber keinen eigenen Deckel oder einen abnehmbaren. Er wird unter eine durchgehende Arbeitsplatte geschoben. Die Gerätefront mit Bedienblende bleibt sichtbar, eine Möbelfront ist nicht vorgesehen. Diese Bauart passt, wenn du eine Lücke in der Küchenzeile hast, aber keine passende Front bekommst oder keine anbringen willst. Im Katalog ist zum Beispiel der Samsung DW60CG880UB1 als Unterbau-Geschirrspüler ausgewiesen.

Geschirrspüler freistehend: flexibel ohne Einbauküche

Ein freistehender Geschirrspüler hat eine fertige Front, eine Bedienblende und einen eigenen Deckel als Abdeckung. Er braucht keine Nische und keine Arbeitsplatte, sondern nur Wasserzulauf, Abfluss und Steckdose. Das macht ihn interessant für Mietwohnungen ohne Einbauküche oder als Zweitgerät. In unserem Katalog findest du etwa den Samsung DW80H mit 14 Maßgedecken und den älteren DW60M6040FW mit 13 Maßgedecken.

Geschirrspüler 60 cm oder 45 cm: die Nischenmaße

Ein Geschirrspüler mit 60 cm passt in die Standardlücke der meisten Einbauküchen. Das Gerät selbst ist etwas schmaler, damit es sich einschieben lässt: Für den Samsung DW90H79NAB0U1 werden zum Beispiel 59,5 × 81,5 × 55,5 cm (Breite × Höhe × Tiefe) angegeben. Bei Einbaugeräten sind Nischenhöhen von etwa 81,5 bis 87,5 cm verbreitet, weil sich die Füße verstellen lassen. Welche Spanne für dein Modell gilt, steht im Datenblatt.

Schmale Geschirrspüler mit 45 cm Breite sind für kleine Küchen gedacht und bieten meist weniger Maßgedecke als ein 60-cm-Gerät. Die Samsung-Modelle in unserem Katalog sind derzeit 60 cm breit. Miss vor dem Kauf immer drei Werte: die lichte Breite der Nische, die Höhe von Boden bis Unterkante Arbeitsplatte und die Tiefe bis zur Wand inklusive Anschlüssen.

Festtürtechnik und Gleittür: wie die Front mitläuft

Bei vollintegrierten und teilintegrierten Geräten wird die Möbelfront an der Gerätetür befestigt. Dafür gibt es zwei Prinzipien:

  • Festtür: Die Front ist fest mit der Gerätetür verschraubt und bewegt sich eins zu eins mit. Die Sockelblende muss so hoch sein, dass die Front beim Öffnen nicht anstößt. Samsung bezeichnet etwa den DW90H79NAB0U1 und den DW80H77S3SFU1 in den Produktangaben ausdrücklich als Geräte mit Festtürtechnik.
  • Gleittür: Die Front gleitet beim Öffnen an der Gerätetür entlang nach oben. Dadurch sind auch größere Fronten oder niedrigere Sockel möglich, was vor allem in Küchen mit hohen Arbeitsplatten hilft.

Welches Prinzip ein Gerät nutzt, steht im Datenblatt oder in der Montageanleitung. Bei Festtürgeräten lohnt ein Blick auf die zulässigen Frontmaße und das maximale Frontgewicht.

Beim Austausch: worauf du achten musst

Wenn ein alter Geschirrspüler ersetzt werden soll, geht es nicht nur um die Breite. Diese Punkte gehören vorab geklärt:

  • Bauart beibehalten: Ein vollintegriertes Gerät lässt sich am einfachsten durch ein vollintegriertes ersetzen. Wechselst du auf teilintegriert, brauchst du eine niedrigere Front.
  • Front weiterverwenden: Die alte Möbelfront passt nur, wenn Höhe, Befestigungspunkte und Gewicht zum neuen Gerät passen. Die Montageschablone des Herstellers zeigt, wo gebohrt wird.
  • Sockel: Prüfe, ob die vorhandene Sockelblende zum Türsystem passt oder gekürzt werden muss.
  • Anschlüsse: Wasserzulauf, Ablauf und Steckdose sollten seitlich in der Nachbarschranknische liegen, nicht direkt hinter dem Gerät.
  • Dampfschutz: Unter einer Holzarbeitsplatte gehört ein Schutz gegen den Dampf, der beim Öffnen austritt. Er liegt vielen Geräten bei.

Maßgedecke, Wasser und Energie laut Label

Seit März 2021 tragen Geschirrspüler das EU-Energielabel nach Verordnung (EU) 2019/2017 mit Klassen von A bis G. Alle Angaben beziehen sich auf das Eco-Programm: der Energieverbrauch in kWh je 100 Zyklen, der Wasserverbrauch in Litern pro Zyklus, die Zahl der Maßgedecke, die Programmdauer und die Geräuschemission in dB(A).

Ein Maßgedeck ist eine genormte Geschirrmenge für eine Person, bestehend aus Tellern, Glas, Tasse und Besteck. Die Samsung-Geräte in unserem Katalog fassen 13 oder 14 Maßgedecke. An den Produktangaben siehst du, wie sich die Klassen auswirken: Der DW60CG880 in Klasse A wird mit 7,9 Litern pro Zyklus angegeben, der DW60BG750 in Klasse C mit 9,2 Litern. Die Geräuschwerte liegen bei beiden um 42 bis 43 dB(A).

Lautstärke in offenen Küchen

In einer offenen Wohnküche hörst du den Geschirrspüler auch vom Sofa aus. Das Energielabel nennt deshalb die Geräuschemission in dB(A) und ordnet sie zusätzlich in eine Geräuschklasse von A bis D ein. Die Samsung-Modelle in unserem Katalog liegen laut Produktangaben bei 42 bis 43 dB(A). Beachte, dass die Dezibel-Skala nicht linear ist: Schon wenige dB weniger werden als spürbar leiser wahrgenommen. Viele Geräte bieten zusätzlich ein leises Programm, das länger läuft, sich aber gut für die Nacht eignet.

Samsung Geschirrspüler im Katalog

Wenn du eine Küchenzeile mit durchgehenden Fronten hast, sind die vollintegrierbaren Modelle der naheliegende Startpunkt:

Weitere Modelle findest du in den Übersichten Samsung Geschirrspüler vollintegrierbar und Samsung Geschirrspüler teilintegrierbar. Unterbau- und freistehende Geräte sind in der Kategorie Geschirrspüler zusammengefasst. Vergleiche dort vor allem Effizienzklasse, Wasserverbrauch und Türsystem.

FAQ

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, ob mein Geschirrspüler vollintegriert oder teilintegriert ist?

Sieh dir die Tür an: Ist bei geschlossener Tür eine Blende mit Tasten oder Display sichtbar, ist das Gerät teilintegriert. Ist die gesamte Tür mit einer Möbelfront verdeckt und liegt die Bedienung oben an der Türkante, ist es vollintegriert. Die genaue Bezeichnung steht auch auf dem Typenschild am Türrand.

Kann ich einen vollintegrierten Geschirrspüler ohne Möbelfront betreiben?

Das ist nicht vorgesehen. Die Türfedern sind auf das Gewicht einer Front abgestimmt, ohne Front kann die Tür unkontrolliert zufallen oder aufspringen. Außerdem liegen Technik und Schaumstoff dann offen.

Passt jeder 60-cm-Geschirrspüler in jede 60-cm-Nische?

Die Breite passt in der Regel, entscheidend sind aber Höhe und Tiefe. Prüfe, ob die Nischenhöhe in der Spanne des Datenblatts liegt und ob hinter dem Gerät genug Platz für die Anschlüsse bleibt. Bei Einbaugeräten müssen zudem Front und Sockel zum Türsystem passen.

Was ist der Unterschied zwischen Unterbau und freistehend?

Ein freistehender Geschirrspüler hat einen eigenen Deckel und kann allein stehen. Ein Unterbau-Geschirrspüler hat keinen festen Deckel und wird unter eine Arbeitsplatte geschoben. Beide haben eine sichtbare Gerätefront und brauchen keine Möbelfront.