So wird der Beamer-Abstand berechnet
Die Formel ist einfach: Projektionsabstand = Projektionsverhältnis × Bildbreite. Die Bildbreite ergibt sich bei einem 16:9-Bild aus der Diagonale: Bildbreite = Diagonale × 0,8716. Gibst du die Bildgröße in Zoll ein, rechnet der Rechner sie zuerst in Zentimeter um (Zoll × 2,54).
Rechenbeispiel: 100 Zoll mit Standard-Beamer
100 Zoll × 2,54 = 254 cm Diagonale. Die Bildbreite beträgt 254 × 0,8716 = 221,4 cm. Bei einem Projektionsverhältnis von 1,5:1 ergibt sich 1,5 × 221,4 cm = 3,32 m Abstand zwischen Objektiv und Leinwand.
Was das Projektionsverhältnis bedeutet
Das Projektionsverhältnis (englisch Throw Ratio) gibt an, wie viele Meter Abstand der Beamer für einen Meter Bildbreite braucht. 1,5:1 heißt: Für 1 m Bildbreite muss das Objektiv 1,5 m von der Leinwand entfernt stehen. Je kleiner die Zahl, desto näher kann der Beamer an die Wand.
Du findest den Wert im Datenblatt oder in der Bedienungsanleitung, meist unter „Projektionsverhältnis“, „Throw Ratio“ oder in einer Tabelle mit Bildgröße und Abstand. Hat der Beamer einen optischen Zoom, steht dort eine Spanne wie 1,3–1,6:1. Dann kannst du den Abstand innerhalb dieser Spanne frei wählen.
Voreinstellungen im Rechner
- Standard (1,5:1): typischer Heimkino-Beamer, steht hinten im Raum oder an der Decke.
- Kurzdistanz (0,5:1): Kurzdistanzbeamer für kleine Räume, steht etwa einen Meter vor der Wand.
- Ultrakurzdistanz (0,25:1): sogenannter Laser-TV, steht auf einem Sideboard direkt unter dem Bild.
- Eigener Wert: Trage das Projektionsverhältnis aus dem Datenblatt deines Geräts ein.
Tabelle: Abstand Beamer zur Leinwand
Bildbreite und Abstand bei 16:9 für die drei Voreinstellungen (Standard / Kurzdistanz / Ultrakurzdistanz):
- 80 Zoll (203,2 cm, 177,1 cm breit): 2,66 m / 0,89 m / 0,44 m
- 100 Zoll (254,0 cm, 221,4 cm breit): 3,32 m / 1,11 m / 0,55 m
- 120 Zoll (304,8 cm, 265,7 cm breit): 3,98 m / 1,33 m / 0,66 m
- 150 Zoll (381,0 cm, 332,1 cm breit): 4,98 m / 1,66 m / 0,83 m
Grenzen der Rechnung
Der Rechner gibt den Abstand vom Objektiv zur Leinwand an. Bei Ultrakurzdistanz-Geräten nennen Hersteller dagegen oft den Abstand von der Wand zur Geräterückseite. Weil das Objektiv dort auf der wandabgewandten Seite sitzt oder das Licht über einen Spiegel umlenkt, ist diese Zahl kleiner als der rechnerische Objektivabstand. Für die Möbelplanung zählt bei solchen Geräten deshalb die Tabelle in der Anleitung.
Weitere Einflüsse: Die Höhe des Bildes hängt vom Objektivversatz ab, Trapezkorrektur und digitaler Zoom verkleinern das Bild und kosten Schärfe. Plane bei fest montierten Beamern etwas Spielraum ein und prüfe die Werte vor dem Bohren mit dem Datenblatt.
Samsung-Beamer: The Freestyle und The Premiere
The Freestyle ist ein kleiner, tragbarer Projektor. Samsung nennt Bildgrößen bis etwa 100 Zoll; in den Datenblättern des Handels wird für die erste Generation ein Projektionsverhältnis von rund 1,2:1 angegeben, was für 100 Zoll gut 2,6 m Abstand bedeutet. Prüfe den Wert für deine Generation im Datenblatt und trage ihn als eigenen Wert ein.
The Premiere ist Samsungs Ultrakurzdistanz-Laserprojektor, also ein Laser-TV. Für das Modell LSP7T nennt Samsung ein Projektionsverhältnis von etwa 0,25:1 und einen Wandabstand von rund 30 cm für ein 100-Zoll-Bild. Weitere Geräte findest du in der Kategorie Beamer.
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